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TMA - Sequentrips 





Tracklist:

01. CIRCULAR MOVEMENT (8:05)
02. GARDEN OF B (10:19)
03. BEAUTIFUL MOMENTS (6:39)
04. ANDHERE JANGALA (11:44)
05. ICELAND SLITHER (8:50)
06. TANGLING IN THE MODULES (8:07)
07. AUDIBLE FORCES (10:09)
08. DEJA VU (3.39)



erhältlich auf:
















 

rezensionen

Mit der CD „Escape“ veröffentlichte Torsten M. Abel im letzten Jahr bei SynGate sein erstes Album. Die Musik darauf entstand bereits in der Mitte der 90’er Jahre. Torsten, der auch zum Ambient Circle-Projekt gehört, das in 2009 den Newcomer-Preis bei der Schallwelle-Verleihung bekam, erhielt auf „Escape“ soviel positive Resonanz, das er beflügelt davon neue Musik komponiert und aufgenommen hat, die er auf der im Frühjahr 2010 erscheinenden CD „Sequentrips“ herausbringt. Nach den Stücken aus den 90’ern, die auf „Escape“ zu hören waren, kann sich der Elektronikfreund und Hörer nun von Torsten’s aktuellem Musikstil überzeugen.
Die Anzahl der Stücke ist zum Debüt zurückgegangen, dafür hat Torsten einige der Tracks mehr ausgearbeitet und knackt gleich bei drei Stücken die Zehn-Minuten-Marke. Darüber hinaus hat er sich bei zwei Stücken („Andhere Jangala“ und „Audible Forces“) mit Martin Rohleder noch einen Gitarristen an Bord geholt.
Los geht es mit „Circular Movements“. Gleichmäßige Synthieklänge, die wie eine Art elektronisches Glockengeläut klingen, eröffnen dieses Stück. Dann schält sich eine Melodie heraus und lässt die Gedanken fließen. Torsten fügt weitere Klangfarben und -muster hinzu und lässt dem Stück Zeit sich zu entwickeln. Das ist melodische Elektronikmusik, die ich mir gerne zu Gemüte führe. „Garden Of B“ nennt sich der zweite Trip, auf den uns Torsten mitnimmt. Zu Beginn hab ich das Gefühl in einem Tierhaus eines Zoologischen Gartens zu sein, der aber mit elektronischen Mitteln verfremdet wurde. Spacige, schwebende Synthieflächen finden sich ein, auf denen Xylophon artige Sounds perlend ihre Klänge ausbreiten. Das wirkt auf mich äußerst wohltuend und entspannend. Diese Stimmung hält fast fünf Minuten an, wird dann aber erst sanft aus dem Hintergrund, dann immer druckvoller in den Vordergrund treibend durch Sequenzerrhythmen (erinnern etwas an Mythos) ergänzt. Nun kommt noch Schlagzeug hinzu und aus dem sanft dahinschwebenden Stück wird fast ein rockig anmutender Track, der wieder Klangfarben besitzt, die mich an John Dyson erinnern. Könnte so ein Duett zwischen Dyson und Mythos aussehen?
Als nächstes steht das zunächst erhabene, sanfte „Beautiful Moments“ auf dem Programm, das nach etwa drei Minuten seine kraftvolle melodische Form erhält. In „Andhere Jangala“ hört es sich so an, als würde TMA in einem Vogelhaus ein Konzert geben. Torsten an den Keyboards und Martin Rohleder an der Gitarre sorgen für eine zunächst sehr entspannte Atmosphäre. Die Gitarrenarbeit von Martin erinnert hier ein wenig an Klaus Hoffmann-Hoock. Eine weibliche, indische Gesangsstimme (Name der Sängerin ist im Booklet leider nicht genannt) sorgt darüber hinaus für einen ethnischen Touch, so wie es sonst auch bei Mind Over Matter der Fall ist. Dieser Vergleich wird durch die später einsetzenden Perkussions noch unterstützt.
„Iceland Slither“, klingt vom Titel her unterkühlter, als er sich dann darstellt. Zwar kann ich mir dabei auch eine Eislandschaft vorstellen, aber durch die Synthiesounds und dem programmierten Schlagzeug wirkt das wie ein Stück von Ron Boots und Friends. „Tangling In The Modules“ wurde live beim Happy Knobbing – Modular Synthesizer Meeting 2009 in Fischbach mitgeschnitten. Hier lässt Torsten die Synthiesounds aus den Boxen flirren und fliegen. Traumhafte Harmoniebögen kommen dabei zu Tage.
Im folgenden „Audible Forces“ greift erneut Martin Rohleder in die Saiten seiner Gitarre. Nachdem Torsten gut zwei Minuten diesen Track mit Synthiewolken einleitet, kommen programmiertes Schlagzeug und eine Melodie hinzu, die zunächst nur im Hintergrund, dann aber deutlicher durch Martin’s Gitarre ergänzt werden. Hier geht Martin wesentlich rockiger zu Werke, als bei „Andhere Jangala“. Das ist schon mal ein guter Ansatz, könnte für meinen Geschmack (Gitarrenmäßig) aber noch eine Spur dominanter ausfallen. In diesem Stück agiert TMA wie eine Band. Mit „Deja Vu“, einem recht melancholischen, vom Piano getragenen Stück endet dann das Album.
Den guten Eindruck, den TMA aka Torsten M. Abel auf „Escape“ hinterließ, bestätigt er auf „Sequentrips“ auf’s eindrucksvollste. Diese zweite Scheibe von Torsten ist wirklich gelungen, hält sie doch eine Menge an melodischen Elektronikstücken mit unterschiedlichen Stimmungsbildern vor. Empfehlenswert.

Stephan Schelle, 2010

‘TMA’ , better known as ‘Torsten M Abel’ has released his second output to date, and we’re in for a real EM treat here. ‘Sequentrips’ is bound to take you on a sequencer-trip!. What you will hear on this CD is marvelous sequencing from the very first track to the last, I can guarantee you that. Here, Torsten is showcasing his more melodic side when it comes down to composing with sequencers. The tracks are really well-structured and are emotionally driven, and very moving at the same time. It reminds me, at times, of Tangerine Dream’s  mid 80′s sound, especially the tracks ‘Circular Movement’, Garden of B, and Beautiful Movements (‘Beautiful Movements’ being my favourite), which are also the stand-out tracks on the CD. They are all beautifully crafted and inspires the listener with it’s very melodic, and sometimes even haunting atmosphere. Tracks such as ‘Audible Forces’ and the lyrical ‘Andhere Jangala’ are indeed top stuff aswell. Both tracks are ‘filled’ with subtle guitar playing,  lush and serene sequencing, and some ethereal voices/singing, which in return creates a beautiful melody, very much in the style of ‘Cadenced Haven’. Another great piece is ‘Tangling In The Modules’. How I love this one!. This track is filled with melody and ambience, but it also has a very nice progressive EM feel to i. If you liked TMA’s earlier album ‘Escape’ then this is for you!. Torsten’s trademark sound is present here but with a twist. It can tell this album has taken some time to record/finish.
So, to whom will this album appeal to? Well, fellow TD fans/followers will surely love what this album has to offer. But  if you’re new to TD and/or TMA, sit down and relax with a cup of tea, listen through the album a couple of times and let it grow on you, because soundscapes of this calibre doesn’t get much better. This is melody & structure the way I like it!.

Kristian Persson, 2010

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syngate